4 Monate später …….

Juli 31st, 2008 by hansmerlin

Langsam dämmert es mir, dass am spirituellen Erwachen tatsächlich etwas dran ist. Der Unterschied zwischen der Mühle im Kopf, die mich normalerweise vom Hier und Jetzt getrennt hat und der friedlichen Stille ohne endloses, überflüssiges “Gequake” des Verstandes über Vergangenes und eventuell Kommendes ist verblüffend. Nicht nur das, ich fühle ein freudiges Erstaunen über diesen Unterschied. Morgens nach dem Aufwachen, meistens auf dem Klo, fällt mir ein, dass es Zeit wird, ins Jetzt einzutreten, das traumhafte Bewußtsein abzustreifen und mir selbst “Guten Morgen, Hans” zu sagen. Natürlich hält dieses Gefühl nicht ewig. Aber spätestens, wenn ich aus dem Haus trete, um mit dem Hund in ein nahes Wäldchen zu gehen, ist es wieder da. Was ist das eigentlich, dieser erwachte Bewußtseinszustand?
Es ist tatsächlich das Gefühl des Einsseins. Es gibt keinen Unterschied zwischen irgendetwas, weder zwichen mir und anderen, zwischen Teilen der Welt dort draußen, zwischen Personen, Bildern und Geräuschen. Edgar Tolle spricht vom Hintergrundrauschen, was man dann noch wahrnimmt. Das Schönste ist das Gefühl, sich leicht und freudig zu empfinden, die Entspannung im Kopf zu geniessen und alles einfach geschehen zu lassen.
Es gibt auch eine Entwicklung, mit der sich dieser Zustand immer öfter einstellt bzw. aktiv vom mir eingeübt wird. Tolle spricht in seinem Buch “Jetzt” davon, dass sich diese Erleuchtung, so nennt er es, also einen Zustand ohne zu denken, entweder spontan einstellt zum Beispiel im Moment größten Leides und dann mit voller Wucht sozusagen zuschlägt (Er selbst hat danach zwei Jahre im höchsten Glücksempfinden auf Parkbänken gesessen” oder es muss erarbeitet werden.
Für mich gilt offensichtlich das Zweite, wie wohl für die meisten Menschen.
Bedeutsam scheint mir auch die Lebenssituation zu sein, in der sich der Einzelne befindet. Entspannt im Hier und Jetzt zu sein, wenn alles im Alltag drunter und drüber geht, Zukunftssorgen belasten und überall Aufgaben und Verpflichtungen bzw. Ablenkungen lauern, ist sicherlich schwierig. Zum Beispiel habe ich dieses Buch von Tolle schon vor Jahren in der Hand gehalten, konnte aber damals nicht so richtig etwas damit anfangen. Erst als sich in meinem Leben, auch therapeutisch bedingt, aber auch sozial und ökonomisch, eine grundlegende Entspannung zeigte, war ich offen für diese Bewußtseinsentwicklung.
D.h. neben den Versuchen zum Beispiel in der Meditation zu anderen Bewußtseinszuständen zu kommen, muß gleichzeitig auch an der Front gearbeitet werden, den Druck (sozial, ökonomisch, psychisch) abzubauen. Die Frage zu klären, was ist wirklich wichtig, was will ich erreichen, was möchte ich repräsentieren in dieser Welt oder welchen Weg zu Gott will ich gehen. Nochmals, beide Bücher, das von Walsch über “Gespräche mit Gott” und von Tolle “Jetzt” sind für mich und wahrscheinlich auch für andere äußerst wertvoll zur Selbsterkenntis und Wegweisung.
Seitdem fühle ich mich bewußt geborgen im göttlichen Sein und geniesse es, immer mehr davon wahrzunehmen und Friede und Glück auch mit anderen zu teilen.

Erwacht oder noch bewußtlos?

Mai 4th, 2008 by hansmerlin

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Esoterik und habe schon einige diverse Erfahrungen mit Magie und Drogen gesammelt, Bücher geschrieben und mein Leben erfolgreich gestaltet. Das Leben im Hier und Jetzt war immer ein Thema. Ich wußte genau, dass dieser Bewußtseinszustand ein Schlüssel für den weiteren spirituellen Weg darstellt. Aber ich war zu faul, mich stundenlang aufs Yogakissen zu setzen und meinen nicht endenwollenden Gedankenstrom zu beobachten. Auch trachtete ich nicht danach in diversen Seminaren einen kurzfristigen Erfolg über tantrische, exzessive, drogenabhängige Erleuchtungserlebnisse zu erreichen. So versuchte ich etliche Male, den Zustand des Erwachens im Alltag auszuprobieren. Es gelang aber häufig nur für ein paar Sekunden, vielleicht mal für eine halbe Stunde. Dann überkam mich die Bewußtlosigkeit meines Daseins und ich gab auf.

Vor einigen Monaten schenkte mir eine Bekannte den ersten Band Von “Gespräche mit Gott” von Neale Walsch und ich fühlte sofort, dass Gott mich dabei ansprach (genauso wie jeden anderen Leser). Vor allem auch deshalb, weil ein Kern Seiner Botschaften, das Leben auf Erden als Spiel mit Gegensätzen zu sehen, von mir selbst in einem Buch entwickelt worden war. Hatte Gott schon damals mit mir gesprochen, ich hatte es nur nicht bemerkt? Sicherlich. Schließlich ist die innere Stimme, die ich dabei immer wieder befragt hatte, nichts anderes als Gottes Stimme.

Fasziniert bin ich, wie Er das “Ich bin” als den Schlüssel zur Verwirklichung aller Träume und Wünsche beschreibt und den Menschen dazu auffordert, sich auf sich selbst zu besinnen. Ich fing an, mir alles Mögliche zu wünschen. Ich bin gesund und fit, ich bin erfolgreich, usw. Nach einigen Wochen kam ich auf den Gedanken mich auf das “Ich bin” zu konzentrieren. So wie nach dem Wissen, dem Erschaffen das Seiende kommt.

Parallel dazu lief noch eine andere Geschichte. Diese Bekannte empfahl mir den Besuch bei einer Therapeutin mit medialen Fähigkeiten, weil in ihr ein starkes Gefühl diese Empfehlung unterstütze, wie sie sagte.

Ich versprach es ihr, ließ aber noch einige Monate verstreichen, bis ich diesen Besuch realisierte, ohne allerdings irgendetwas daraus zu erhoffen. Beate, die Therapeutin, ließ mich wissen, dass ich mit meiner früh verstorbenen Mutter noch einen Vertrag zu lösen hatte, der mich und sie seit ihrem Tod belastete. Diese Belastung hatte ich immer als unverarbeitete Trauer gespürt, aber keinen besonderen Ausweg gesucht. Zwei Tage vor dem Termin, wo ich tatsächlich in einem visualisierten Austausch ihr das größte Geschenk, was sie mir damals geben konnte, nämlich ihre Mutterliebe als symbolisiertes diamantbesetztes Herz, zurückgeben konnte und von ihr das Gefühl der Einheit, des Geborgenseins, was sie mit ins Grab genommen hatte, in Gestalt eines Kreise (Ringes), den ich mir um den Hals hängte, bekam, wurden plötzlich die Momente, in denen “ich bin” wirklich “ich bin” war, plötzlich zahlreicher. So wie ich früher nach kurzen Momenten dieses Bewußtseins des Bewußtseins wieder zugunsten des Alltagsdenkens verlor, gelingt es mir jetzt, ohne mein Zutun, immer wieder aufzuwachen, wenn das Alltagsdenken (Konzentration auf bestimmte Dinge wie Autofahren, Sprechen mit anderen oder Problemelösen) mein Gehirn vernebelt.

Das Ganze ist jetzt gerade zwei Wochen her. Aber ich fühle immer öfter dieses Glück der bewußten Wahrnehmung. Manchmal habe ich Angst, dass sie nicht wiederkommt. Doch auch nach einem halben Tag Bewußtlosigkeit meldet sie sich wieder und spüre, dass dies erst der Anfang ist und warte entspannt darauf, was noch kommt.

Hallo Welt!

Mai 3rd, 2008 by hansmerlin

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